Praxisstest Geocaching-Stifte

Nachdem nun mittlerweile auch der Mitsubishi Uniball Stift von der bestreikten Post geliefert wurde, kann ich nun hiermit meinen Praxistest der Geocaching-Stifte zum Loggen nachliefern.

Vergleich Logging Stifte

Vergleich Logging Stifte

Getestet werden:

  1. UZI Tactical Defense Pen Kubotan Kugelschreiber  (32 Euro)
  2. Faber-Castell Mitsubishi Uniball Kugelschreiber (2,79 Euro)
  3. Inka Pen von „Nite Ize“ All-Wetter-Kugelschreiber (18 Euro)

1. Handling

 

    UZI Tactical Defense Pen

Der vollständig aus Flugzeug- aluminium (6161) hergestellte „Kampfkugelschreiber“ von der Firma Uzi (in Anlehnung an das legendäre Uzi Maschinengewehr)  wiegt mit Verschlusskappe stolze 33 Gramm bei einer Länge von 15,8 cm.
Dies resultiert aus den hochwertigen Materialien und der eingebauten Hartmetallspitze am Ende des Stiftes, mit der man bei Notfällen auch Glasscheiben einschlagen kann.
Durch die Verwendung als Kubotan Schlagstock, kann dieser martialisch anmutende Stift auch zur Selbstverteidigung verwendet werden (wer´s braucht und beherrscht 😉 ).

Uzi Tactical Pen

Uzi Tactical Pen

Das Handling ist durch die Länge natürlich im Vergleich zum kleinen Inka-Stift etwas, sagen wir unhandlicher.
Wenn die Verschlusskappe hinten auf den Glasbreaker beim Schreiben aufgesteckt wird, verlagert sich das Gewicht zu weit nach hinten und vermittelt ein etwas unbalanciertes Schreibgefühl.
Wenn die Kappe nicht aufgesteckt wird, dann ist der Stift ideal ausbalanciert. Doch hier macht sich die nicht anbringbare Befestigung einer Schlaufe an der Kappe bemerkbar. Ich denke die Kappe ist dann schnell mal verloren.
Doch liegt der Stift aufgrund der Verjüngung am vorderen Drittel und der Rändelung in der Mitte des Stiftes gut in der Hand. Besonders Cacher mit großen Händen werden das zu schätzen wissen.
Die Mine kann mittels einer Drehbewegung am hinteren gerändelten Teil des Stiftes eingefahren werden.
Eine saubere und effiziente Sache.

 

    Faber-Castell Uniball

Dieser aus Kunststoff von der Firma Faber-Castell gefertigte Stift bringt es bei einer Länge von 14,5 cm auf sehr leichte 10 Gramm.

Faber Castell UniBall

Faber Castell UniBall

Im Inneren feuert eine Mitsubishi Uniball – Mine den mit einer gummierten Grifffläche ausgestatteten Stift an.
Das Handling wird hier wie beim Uzi – Stift aufgrund der fehlenden Möglichkeit der Anbringung einer Schlaufe abgewertet.

Ansonsten liegt der  Kugelschreiber durch seine kugelschreibertypischen Abmaße und den Ausbuchtungen in der Gummierung sehr gut in der Hand. Die Miene wird mittels einem kurzen Druck auf den Knopf ein- und ausgefahren. Funktioniert.

 

    Inka Pen von „Nite Ize“ All-Wetter-Kugelschreiber

Der Inka Pen ist DER Verwandlungskünstler unter den Schreibgeräten.
Die abziehbare Verschlusskappe, mit Möglichkeit einen Karabiner oder Lanyard anzubringen, dient gleichzeitig als mögliche anschraubbare Verlängerung des sonst mit 7,2 cm kurzen und 14 Gramm sehr leichten Stiftes.

Inka Pen

Inka Pen

Da ich diesen Stift schon seit 2 Jahren benutze, kann ich aus Erfahrung sagen, dass ich ihn immer in der kurzen Variante benutze, da sich das Abschrauben der Kappen und Zusammenschrauben der Verlängerung beim Loggen doch als zeitraubend darstellt.
Ideal wäre eine Steckverbindung, die technisch einfach möglich wäre.

Inka Pen demontiert

Inka Pen demontiert

Trotzdem ist dieser kleine handliche Stift ideal beim Cachen, da er sich mittels Lanyard- Befestigung am Gürtel einfach einhändig aus der Hosentasche ziehen und mit einem kurzen Ruck aus der Kappe ziehen lässt.
Ideal beim Loggen in schwierigem Terrain Die Mine wird über die Verschlusskappe geschützt und kann nicht eingefahren werden.

2. Schreiben (Trocken)

    UZI Tactical Defense Pen

Der (oder die) Uzi vermittelt ein homogenes weiches Schreibgefühl trotz seiner Swat Team Erscheinung. Die Mine setzt sofort ein und schreibt eine gleichmäßige Linie.
Es gibt nichts auszusetzen – sehr gut – setzen.

Uzi Schrift (trocken)

Uzi Schrift (trocken)

Faber-Castell Uniball

Bei der Schriftprobe kann der preisgünstige Uniball Schreiberling seine Stärken ausspielen.
Er schreibt zuverlässig in allen Lebens- und Cacherlagen und lässt sich nicht durch noch so verdreckte oder zerfetzte Logbücher durcheinander bringen.
Einzig die Tendenz zum Schmieren bei Schreibbeginn ist erkennbar (siehe „U“ beim Wort „Uniball“).

Uniball Schrift (trocken)

Uniball Schrift (trocken)

Inka Pen

Der Inka Pen kann leider bei der Schriftqualität nicht mit seinen Konkurrenten mithalten.
Das heißt er braucht einen gewissen Druck und Anlauf um seine Aufgabe zu erledigen.
Dieser ist der einzige aber auch gravierendste Mängelpunkt, dieses ansonsten zuverlässigen Stiftes.
Besonders bei kurzen Zeichen wie Punkten oder Kommas kommt der Stift an seine Grenzen.

Inka Schrift (trocken)

Inka Schrift (trocken)

3. Schreiben (Nass)

Bei dieser Königsdisziplin habe ich ein Stück Papier mehrere Minuten komplett in Wasser aufgeweicht, um die Spreu vom Weizen trennen zu können.

 Papier komplett aufgeweicht

Papier komplett aufgeweicht

 

   UZI Tactical Defense Pen

Auch hier versagt der rabiate Defense Pen in keinster Weise. Mit leichtem Druck schreibt er saubere Buchstaben aufs durchnässte Papier ohne Probleme. Asta la Vista Baby…

  

   Faber-Castell Uniball

Die patentierte Uniball Mitsubishi Mine macht ihrem guten Ruf alle Ehre. Keine Probleme beim Loggen von überfluteten Caches auf matschigem Papier. Er schreibt sogar unter Wasser !

 

   Inka Pen

Leider geht der Inka Pen (wie seine Namensgeber) in dieser Disziplin total unter. Kein sauberes Schriftbild ist ihm bei leichtem Druck zu entlocken, da er wie oben beschrieben einen gewissen Druck zum Schreiben benötigt. Wird etwas stärker gedrückt, geht das nasse Papier kaputt. Und das will ja niemand bei herrlich nassen Logbüchern 😉 .

Vergleich bei Nässe

Vergleich bei Nässe

 

4. Fazit

Ich habe mir die Entscheidung über einen Sieger von diesem Praxis – Test nicht leicht gemacht, da jeder seine Stärken und Schwächen hat.

Da gibt es den stylischen mit edlem Material hergestellten Uzi Stift mit einer ausgewogenen Schriftqualität, aber leider schwer und groß und keine Möglichkeit zum Befestigen einer Schlaufe.

Dann den praktischen Verwandlungskünstler Inka, der aber schon starke Schwächen beim Schreiben zeigt.

Und natürlich den Uniball Stift mit den Eigenschaften auf die es beim Cachen ankommt: Schreiben in jeder Lebenslage, aber leider auch ohne Befestigungsmöglichkeiten einer Lanyard oder Ähnlichem.

 

Deshalb vergebe ich den CacheLand Award für den besten Geocacher Stift an den unauffälligen Faber-Castell UniballKugelschreiber, weil er mit 2,79 Euro sehr preiswert, mit 10 Gramm federleicht und natürlich die beste Mine im Vergleichstest hat.
Leichten Abzug gibt es wegen der fehlenden Möglichkeit einer Befestigung und leichtem Schmieren beim Ansetzen.

CacheLand Award

CacheLand Award

 

Der Sonderpreis für den besten stylischen Auftritt geht an den Uzi Tactical Pen.

Der Inka Pen bleibt trotzdem weiterhin mein treuer, aber zickiger Begleiter, da ich ihn immer mit einem Griff zur Hand habe 🙂

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Kategorien: Equipment | Schlagwörter: | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „Praxisstest Geocaching-Stifte

  1. BlackAbbot

    Klasse Vergleichstest! Danke dafür!
    Nun weiß ich was ich brauche…

  2. Danke für den Test. Der Inka hängt an meinem Klettergurt, da er sich nämlich schön an einen Karabiner hängen lässt. Ich habe allerdings immer einen zweiten bzw. dritten Stift dabei.
    Aber den Faber-Castel werde ich mir auch mal näher ansehen. Preislich ist er ja wirklich unschlagbar.

  3. Sehr detaillierter Test! Viele Dank dafür. Ich habe jetzt schon einiger Zeit den Fisher Pen Trekker. Der Pen ist der Hammer! Die Mine schreibt auf jeden Untergrund und trocknet nicht aus, und dazu kann man an der Kappe eine Schlaufe befestigen.

    LG
    Martina

    • Danke. Den Pen muss ich mir auch mal ansehen,obwohl ich die Teleskop Funktion von meinem jetzigen sehr praktisch finde.

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