Tag 2 – LPC Tour 2013 (Vatertag im LP)

Nach einer kurzen Nacht, gings um 8 Uhr zum reichhaltigen und köstlichem Frühstück im Märkischer Hof.

Der prall gefüllte Cahing Tagesplan sah einen Heilstätten Cache und ein altes Militär Gelände vor.

Also rein in die Black Pearl mit Proviant vom Hotel Frühstücks Buffet.

Nach einer 30 Minütigen Fahrt durchs Berliner Hinterland erreichten wir unser Ziel und waren erst einmal sprachlos.

Das soll ein Lost Place sein?

Sieht doch noch grandios erhalten aus.

Lost Place ?

Lost Place ?

Nach kurzem Orientieren, bemerkten wir das dies nicht der Eingang zum Lost Place war, sondern der zu den
scheinbar noch bewohnten oder gepflegten Gebäuden war.

Die gesamte denkmalgeschützte Anlage mit  60 Gebäuden, diente auf einer Fläche von 200 ha als Arbeiter-Lungenheilstätte mit angegliedertem Krankenhaus.

Der eigentliche Kurz Multi mit 2 Stationen war nicht das Haupt Augenmerk dieses Besuches, sondern einzig
und alleine diese zwischen 1898 und 1930 errichteten Backstein Gebäude.

Der Multi liegt auf dem vom Eigentümer, den Landkreis Potsdam-Mittelmark, mit EU-Fördermitteln umfassend sanierten Heizkraftwerk. Dies wurde schon 1903 mit Kraft-Wärme-Kopplung betrieben und ist heute ein technisches Denkmal.
Die Gebäudehülle des sogenannten Heizhauses Süd mit dem erhaltenen Maschinensaal und dem Wasserturm sind in einem hervorragendem Zustand.

Auszug aus Wikipedia:

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg dienten die Heilstätten als Lazarett und Sanatorium für erkrankte und verwundete Frontsoldaten. Unter den rund 17.500 Rekonvaleszenten, die zwischen 1914 und 1918 in Beelitz untergebracht wurden, befand sich vom 9. Oktober bis zum 4. Dezember 1916 auch der Gefreite Adolf Hitler.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem die Heilstätten teils schwer beschädigt wurden, wurde das Gelände von der Roten Armee 1945 übernommen. Die Heilstätten dienten bis 1994 als das größte Militärhospital der sowjetischen Armee außerhalb der Sowjetunion. Es war auch ab Dezember 1990 der Aufenthaltsort des an Leberkrebs erkrankten Erich Honecker, bevor er und seine Frau Margot am 13. März 1991 nach Moskau ausgeflogen wurden.

Einige Gebäude wurden inzwischen saniert und durch neue Gebäude ergänzt. Es wurde eine neurologische Rehabilitationsklinik, ein Parkinson-Fachkrankenhaus sowie eine Rehabilitationsklinik für Kinder eingerichtet. Ein Teil in Bahnhofsnähe wurde mit Einfamilienhäusern bebaut.

Als Folge der Insolvenz der Eigentümergesellschaft im Jahr 2001 ist die weitere Neunutzung des übrigen Geländes inzwischen ins Stocken geraten. Auch die Sanierung der Denkmalsubstanz wurde weitgehend eingestellt. Ein großer Teil der sehenswerten Anlage verfällt inzwischen und ist vom Vandalismus stark beschädigt.

Nach jahrelangem Stillstand und weiterem Verfall ist es den Gläubigerbanken im März 2008 gelungen, einen Käufer für das Areal zu finden. Derzeit laufen die Planungen für eine erneute Nutzung im ursprünglichen Sinne von Gesundheit und Wohnen. Dazu wurden die Waldflächen und die Gebäudeflächen getrennt verkauft.

Ein anderer Komplex diente der Sowjetischen Besatzern als Kilinik mit angeliedertem Park.

Hier ein paar Impressionen:

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Nach diesem unglaublichem Lost Place gings nachmittags nach einer Stärkung mit Berliner Weisse und Radler weiter zu einem alten
historischen Militärgelände.

Unterhaltung am Vatertag

Unterhaltung am Vatertag

Auch dieser LP Multi ist leidernicht mehr bei GC.com noch bei Opencaching.de gelistet.

Dank des Owners konnten wir den Cache trotzdem machen.
Und dies ohne zu loggen, was beweist, dass es nicht die Punkte sind die das Cachen ausmachen, sondern das Erlebnis.

Hier ein kleiner Auszug aus dem ehemaligen Liststing:

In der Versuchsstelle Gottow des Heereswaffenamts arbeitete eine Forschungsgruppe unter Leitung von Dr. Kurt Diebner in den Jahren 1939-1944 im Rahmen des Uranprojekts am Bau des ersten Atomreaktors: „Uranmaschine“. Im Spielfilm Ende der Unschuld werden u.a. die moralischen Aspekte dieser Forschung beleuchtet.

Nach dem 2. WK wurde das Gelände von den Streitkräften der Roten Armee genutzt. Weitere Informationen sowie Führungen über das Gelände bietet das „Historisch-Technisches Museum – Versuchsstelle Kummersdorf“ unter http://www.museum-kummersdorf.de an.

Der Multi bietet 12 Stationen, mit geschätztem Zeitaufwand von 3 Stunden (ohne zu fotographieren) auf einer Gesamtstrecke von 4km.

Mit einer Terrain Wertung von 3,5 und Difficulty von 4 Sternen wird es einem nicht langweilig.
Der Cache führt einen in alte Sowjet Pförtner Häuschen, in Bunker Keller, in KFZ Werkstätten, Munitionslager bis zum eigentlichen
Uran Versuchsgelände.

Etliche Stationen sind Old School und teilweise schwer zu finden, aber nach längerem Suchen doch findbar.

Die schwüle Hitze und die damit verbundenen Blutsaugern machten uns die Sache nicht einfach, doch entschädigte das riesige Areal
und der ständig hinterschwellige Gedanke an dieses ehemalige Militär Versuchsgelände auf dem Atom-, Ultraschall-, Ultrarot- und Raketenantriebsversuche durchgeführt wurden.

Hier unsere Eindrücke:

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Kategorien: Cacher, Caches, Fun, Lost Places, Reisen | Schlagwörter: , | Hinterlasse einen Kommentar

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