Mal wieder im Osten – Teil 1

Irgend wie lässt uns der Osten Deutschlands nicht los.
Deshalb war in der Woche zu Allerheiligen oder die Nacht zuvor, auch Halloween genannt, mal wieder eine Caching Tour mit ein paar auserwählten Lost Place Caches geplant.

Um die Kinder nicht außer Acht zu lassen, besuchten wir zu Beginn der Tour auch noch ein tropisches Badeparadies, das sich auch als ehemaliger Lost Place herausstellte. Irgendwie ziehen mich die Lost Places immer wieder in ihren Bann, wie Ihr bestimmt schon aus vorherigen Artikeln bemekt habt 😉

Doch nun der Reihe nach. Hier mein Reisebericht über besuchte Orte, Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten und natürlich Caches:

1. Tag – Anreise nach Schwarzheide und erster Lost Place

 

Nach unzähligen Planungsstunden welche Caches wir entlang der Route machen wollten, wo das beste Hotel für unsere geplanten Unternehmungen war usw. ging es am Sonntag, den 27. Oktober auf die Reise gen Osten oder genauergesagt erstmal von uns aus in den Norden.

Um die ca. 4-stündige Fahrt im Caching-Mobil so kurzweilig wie möglich zu gestalten, hielten wir ca. alle 45 Min. an, um schöne Caches zu finden. So verging die Fahrt für alle ziemlich schnell und wir konnten viele Reisende auf unsere Fahrt mitnehmen.

Ziel unserer ersten Etappe war Schwarzheide im brandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

Doch vor dem Einchecken ins Hotel lag noch ein hochdekorierter Lost Place auf dem Weg.
Der Lost Place Cache „Der Brief des Ministers“ ist ein Cache mit der Wertung 3,5/3,5 und liegt auf einem ehemaligen VEB Plaste-Betrieb in der Nähe von Dresden.

Ich will hier nicht viel spoilern und lieber Bilder sprechen lassen. Grüsse auch noch an das vor Ort kennengelernte Cacher Team aus Dresden !!! PS: TB ist schon im Norden nahe Norwegen 😉

Diese Diashow benötigt JavaScript.


Grund für die Auswahl des ersten Etappenziels war das ortsansässige Ramada Hotel , das ca. 45 Min. südlich von unserem ersten Ausflugsziel lag.

Bestimmt gibt es günstigere Pensionen in der Nähe, aber wir haben in den vergangenen Jahren bei Touren ins Hinterland, schon einschlägige Erfahrungen in Bezug auf Sauberkeit und Service machen müssen.
Siehe auch meinen Artikel der Lost Place Tour 2012 nach Magdeburg 😉

Deshalb buchen wir nur noch bekannte Hotelketten, um sicher zu gehen. Die sind bestimmt etwas teuerer, aber es ist uns wichtig abends ein schönes gepflegtes Zimmer zu haben (man gönnt sich ja sonst nichts ;)).
Das Ramada bot für uns 2 Erwachsene mit 2 Kindern ein Familienzimmer (2 Doppelzimmer) mit Durchgangstür für günstige 109 Euro inkl. Frühstück an. Die mittelgroßen Doppelzimmer sind mit Dusche/WC, Kühlschrank, LCD TV und kostenlosem WLan (zum Loggen) ausgestattet.

Abends hatten wir ein wenig Probleme mit der Verpflegung. Ein per Google recherchiertes ital. Restaurant wurde in ein Spiel Casino umgewandelt. Also musste Plan B beim ortsansässigen Chinesen gemacht werden. Mehr gibt Schwarzheide, außer dem hoteleigenen Restaurant und einem Pizza-Dienst, kulinarisch nicht her.
Im nahen China Town Restaurant werden deutsch-chinesische typische Speisen angeboten, die einen zwar nicht vom Hocker reisen, aber einen reisenden Cacher samt Familie abends satt machen.

Nach einer geruhsamen Nacht im autobahnnahen Hotel gings am Montag, den 28. Oktober weiter.

 

2. Tag – Badetag im Tropical Island

 

Nach einem erstklassigen Frühstücks-Buffet im Ramada Hotel gings auf der Autobahn weiter Richtung Berlin ins tropische Badeparadies „Tropical Island“. Das ca. 50 km süd-östlich von Berlin gelegene Indoor Badeparadies befindet sich in einer Hangarhalle des ehemaligen New Economy Players „Cargolifter“ .

Die 2001 gebaute Werfthalle die 78 Millionen Euro gekostet hat (davon die Hälfte Fördergelder), in der eigentlich Luftschiffe zusammengeschraubt werden sollten, wurde 2004 nach der Insolvenz der Cargolifter AG an den malaysischen Konzern Tanjong für den Spottpreis von 17,5 Millionen Euro verkauft.

Seitdem ist die größte Halle der Welt, die ohne Stützpfeiler auskommt, ein Freizeitbad mit Tropenwald und Sandstrand. Die Halle hat eine Höhe von 107 Meter , sie ist 360 Meter lang und 210 Meter breit. Die New Yorker Freiheitsstatue könnte in ihr stehen, der Pariser Eiffelturm in ihr liegen. Auf 66 000 Quadratmetern finden sich zwei riesige Schwimmbecken, Whirlpools, Saunabereich, Beachvolleyballfelder, ein kleiner Park und dazu Restaurants und Bars – das wohl größte Hallenbad der Welt.

Nachdem wir vorsoglich die Eintrittskarten (die für uns 4 knappe 100 Euro gekostet haben) online gebucht hatten, mussten wir trotzdem fast 20min. anstehen, weil die 2 Kassen dem Ansturm leider nicht gewachsen waren und das morgens um 9 Uhr. Ich muss nicht erwähnen, dass ich natürlich vor dem Betreten der Badehalle noch einen Cache names „Tropical Island“ gemacht habe 😉

Tropical Island Cache

Tropical Island Cache

Nachdem wir diese Hürde genommen hatten, gings in die großen Umkleidekabinen, die mittels Chiparmband geöffnet und geschlossen werden können. Auch die gesamte Verpflegung und Einkäufe laufen über diese Armbandchips und werden am Ende des Tages am Ausgang ausgelesen.
Deshalb nie die Kinder alleine shoppen gehen lassen, am Ende des Tages rächt sich das eventuell…

Nachdem wir unsere Tropenbekleidung angelegt oder bzw. abgelegt hatten, gings in den  Südsee Bereich mit einem 200m langen Sandstrand mit Liegen. Wenn sie denn frei sind.
Als wir um ca. 9:45 Uhr am Sandstrand waren, waren keine Liegen mehr frei !!!
Doch dies schreckte mich nicht ab 4 Liegen, die mit Tropical Island eigenen Badehandtüchern von irgendwelchen Übernachtungsgästen in der Nacht zu vor „reserviert“ wurden, abzuräumen und die Liegen an unseren Platz zu stellen.

Hier heißt es also dreist zu sein oder sehr früh anzureisen, um noch eine Liege zu ergattern. Hier herrscht eindeutig ein Mangel an Liegen.

Außer der Südsee gibt es wassertechnisch noch einen Wasserrutschenbereich ,der aber 5 Euro pro Person und Tag extra kostet und einen kostenlosen Kleinkinder Badebereich. Unseren Kindern ließen wir die Wahl ob sie rutschen wollten oder nicht, da es einfach auf den Chip gebucht wird.
Da sie auch ohne die Rutschen so viel erkunden konnten, sparten wir hier auf diesem Wege 10 Euro.
Am meisten hielten wir uns im Bereich der  Bali Lagune auf, da hier am meisten Action geboten wird.
Neben vielen Whirlpooldüsen am Beckenrand und einem Wasserfall gab es hier auch einen tollen Wasserstrudel, der uns allen sehr gut gefallen hat, was auch an dem gut temperierten Wasser von 28 Grad lag.

Wer vom Baden eine Pause benötigt, kann sich auf dem über 1 km langen Regenwaldweg mit 50.000 tropischen Pflanzen und 600 verschiedenen Pflanzenarten und Tieren bei einer Lufttemperatur von 32 Grand entspannen. Eine echt toll gemachte Landschaft mitten in diesem alten Hangar, was man wirklich schnell vergisst, wenn man nicht nach oben auf die Streben schaut.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wer noch zusätzlich Geld ausgeben will, kann dies bei unterschiedlichsten Restaurants oder Shops machen, die toll in die Tropen Szenerie integriert wurden. Abends wird für Übernachtungsgäste die Wasserlandschaft in ein buntes Lichtermeer verwandelt und ein Showprogramm wird geboten.

Für uns war es ein toller Beginn unserer Tour, der aber für uns Erwachsene an manchen Bereichen Verbesserungen offen lässt.

Dies wäre der Extrapreis für den Rutschenbereich; zu wenig Liegen; kein Barfussbereich, das heißt man kann mit den Straßenschuhen bis an die Wasserbecken laufen und lange Warteschlangen beim Ein- und Auslass.

Trotz allem war es vor allem für die Kinder ein unvergessliches Erlebnis in einer herrlichen künstlichen Tropen- landschaft.

Doch die Wirklichkeit holte sie schnell wieder ein, denn die Eltern wollten ihren 1500. Cache vor den Toren des Tropical Island machen. „Ach nein, jetzt nicht … wir sind müde…“ 🙂

So blieben die Kinder im Auto und Mrs. CachePac und ich machten den 1500. Cache in Form des „Cargolifter Lost Place Caches“ gleich auf dem Gelände. Es ist bestimmt nicht der beste Cache, doch lies er uns bei der Anfahrt die ursprüngliche Größe dieser ehemaligen Anlage erahnen, war er doch ehemals ein Ankerpunkt des weitsichtbaren Werbeballons.
Der naheliegende „Tropical Wings Cache“ wurde dabei auch gleich mit erledigt, der schön an einem alten Hangar Bunker liegt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Nach all der körperlichen Anstrengung war es Zeit auch etwas für den Energiehaushalt zu tun. Deshalb wurde ein vorab ausgesuchtes Steakhouse names „Dodge City Saloon“ im Nahe gelegenen Lübben im Spreewaldgebiet angefahren.

Und wir wurden nicht enttäsucht: so eine tolle Western Atmosphäre findet man in Texas bestimmt auch nicht besser. Überall hängen langjährig gesammelte Wildwest Utensilien wie alte Colts und Winchesters samt Original Werbetafeln an den Holztafelwänden.

Auch kulinarisch hängen die Speisen der Ausstattung samt rauchender Miniatur-Dampfeisenbahn nicht hinterher. Auf einer Holztafel eingefassten Speisekarte kann man von Bison Steak über Kangaroo Filet bis zum T-Bone Klassiker mit 500g wählen und dies zu moderaten Preisen. Lecker !!! Immer wieder.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

So ging nach dem reichhaltigen und köstlichen Essen ein unbeschreiblich toller Schlemmer-Cacher-Badetag zu Ende.

Kategorien: Caches, Fun, Lost Places, Reisen | Schlagwörter: , , , , , , | 7 Kommentare

Beitragsnavigation

7 Gedanken zu „Mal wieder im Osten – Teil 1

  1. Anonymous

    Tropical Island steht schon laaaaange auf meiner Liste; aber nur wegen einem „Schwimmbad“ fahre ich nicht nach Berlin oder München 😉

  2. Haben gerade unseren ersten GC3R1H Lost Place Reha in Österreich gemacht.
    Hat Spass gemacht.

    Könnten wir möglicherweise einen kurzen Routenplan eurer Tour als Anregung für unsere weitere
    Planung haben?

    Danke und Grüsse von
    Mückencachers aus HEF

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: