Mal wieder im Osten – Teil 3 Lost Place Caching in Bitterfeld

Der 2. Tag in Leipzig sollte vor dem Feiertag in Leipzig (hier ist der 31. Oktober ein Feiertag) genutzt werden, einen Lost Place Cache in Bitterfeld zu besuchen, den ich mir als Highlight unserer Caching Tour in Leipzig rausgesucht hatte.

So ging es früh morgens mit dem Cachingmobil auf die Autobahn und 42 km Richtung Norden nach Bitterfeld.

Unser Ziel lag erwartungsgemäß im Chemiepark von Bitterfeld. Genauer gesagt Bitterfeld-Wolfen, das seit dem 2. Weltkrieg Industriezentrum für die Herstellung chemischer Stoffe ist, in dem auch kriegswichtige Substanzen hergestellt wurden. In der DDR wurde es zu einem Symbol für die marode Ausstattung der Wirtschaft und gefährliche Umweltverschmutzung, da keine Modernisierung der Anlagen durchgeführt wurde und so die Verschmutzung der Umwelt genauso weiterging wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Heute stehen hier am Startpunkt vom Lost Place Cache selbstverständlich immer noch die riesigen Chemieanlagen, aber der Umweltschutz wird hier jetzt eher eingehalten. Schön ist aber anders – Industriegebiet halt…

Nach einem kleinem Nutella Frühstück auf dem naheliegenden Lebensmittelmarktparkplatz waren wir alle gestärkt und waren bereit, den von weitem schon sichtbaren Lost Place bei schönstem Herbstwetter zu erkunden.

Bitterfeld LPC

Bitterfeld LPC

Der Cache wurde 2013 gelegt und hat über 460 Favoritenpunkte, was nicht übermäßig viel ist. Doch das grafisch toll gemachte Listing hatte uns schon letztes Jahr bei unserer ersten Lost Place Tour gereizt, wurde aber Zeitmangels verworfen. Doch dieses Jahr hat es endlich geklappt.
Dieser Lost Place erzählt die Story von zwei Brüdern, die einen Lokschuppen für die Reparatur und Modifizierung von Dampfloks der umliegenden Eisenbahngesellschaften betreiben. Doch einer der beiden Brüder plant einen teuflischen Bombenanschlag auf den Bruder, um die Firma an sich zu reißen.

Und hier kommen wir Geocacher ins Spiel, diesen Bombenanschlag via Zeitreise zu verhindern.
Alles in allem eine mega Story, die uns den ganzen Tag in den Bann zog. Doch nun alles von Anfang an:

Der Einstieg ins ehemalige Bahnbetriebswerk Bitterfeld verlief reibungslos, da der Zugang völlig offen ist und keinerlei Zäune oder Ähnliches den Zugang versperren.

So konnte der Zeittunnel aufgemacht werden und wir stürzten uns in längst vergangene Zeiten und machten uns auf die Suche nach dem Attentäter und die notwendigen Hinweise zur Verhinderung diese Anschlages.

Die insgesamt 13  Stationen auf dem gesamten Werksgelände fordern einiges an Spürsinn und Mut, da die Verstecke der Story entsprechend teilweise sehr gut getarnt (ich meine wirklich sehr gut getarnt) sind. Auch die Lage der Stationen variieren natürlich auch wie es  einem gutem Lost Place auch würdig ist.

So lernten wir den Lokschuppen samt Schmiede, die Kantine, die Verwaltung, den Keller, die Umkleiden samt Duschräumen, den Dachboden und natürlich viele weitere Räume kennen. Leider kann ich natürlich nicht auf alle gestellten Rätsel und Stationen detailliert eingehen, da ihr ja sicher diesen genialen Cache nach der Lektüre dieses Artikels auch machen wollt. Wenn ihr denn wisst, um welchen es sich handelt…. (auf Nachfrage helfe ich gerne 😉 ).

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nach ca. 2,5 Stunden und etlichen Kilometern auf dem weitläufigen Gelände erreichten wir den Showdown und mussten den Bombenanschlag verhindern, was uns Einiges abverlangte. Vor allem den Kiddies, die zwar Lost Place erfahren, aber nach ca. 40 minütiger Suche nach der Bombe aufgaben. Wir waren auch schon bald so weit aufzugeben, konnten uns aber noch an einen Cacher erinnern der uns via E-Mail nach dem Lost Place in Dresden angeschrieben hatte. Also musste ein Telefonjoker her. Nach kurzer Zeit bekamen wir einen Tipp wo wir suchen mussten. Doch dadurch wurde es auch nicht viel leichter. Erst nachdem ich mich in flachster Cacher Gangart fortbewegte, zeigte sich die verheerende Bombe.
In letzter Sekunde konnten wir diese entschärfen und die uns dabei auch die Final Koordinaten preisgab.

Doch auch das Finalversteck war nicht von schlechten Eltern und forderte unsere Cacherinstinkte.

Doch nachdem wir jedes Objekt auf dem Werksgelände umgedreht hatten, fanden wir die gesuchte toll gemachte Finaldose und konnten uns im Logbuch verewigen und unsere Trackables mit den vielen vor Ort tauschen.

So muss ein Multi gestaltet sein: viele einfallsreiche Stationen mit cleveren selbstgemachten Verstecken und einer mitreißenden spannenden Story.

So zufrieden machten wir uns wieder auf den Weg zum Auto und ich plante, zum Leidwesen der restlichen Familie, noch ein paar „kleine“ Caches auf dem Heimweg zurück in unser Hotel in Leipzig.

Doch der Plan ging nicht ganz auf, denn am Leipziger Messe Gelände angekommen, hatte keiner mehr so recht Lust noch den James Bond 007 – Game of Forces Multi zu absolvieren. Nicht mal meine Frau, die ich liebevoll „d´Hond“ (der Hund) nenne, hatte große Lust auf weiteren Auslauf.

Doch so schnell gab ich nicht auf und konnte die Cachergemeinde auf ein Paar Tradis einstimmen. Besonders hervorheben will ich das „Leipziger Messe Hotel“ , was aus der Masse hervorsticht.

Nach 6 Stunden Cachen, etlichen Laufkilometern und vielen wundervollen Eindrücken machten wir uns dann am späten Nachmittag auf den Weg zum Hotel. Vorbei an vielen wundervollen Caches in Leipzig, die mir immer wieder zuriefen, anzuhalten….

So ging unser vorletzter Urlaubstag in Leipzig zu Ende und wir freuten uns auf den nächsten und letzten Tag, der uns ein uraltes Steindenkmal, einige gute Caches und ein herrliches Abendessen bescherte.

So, stay tuned…..

 

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Kategorien: Cacher, Caches, Fun, Lost Places, Reisen | Schlagwörter: , , , , , , , | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Mal wieder im Osten – Teil 3 Lost Place Caching in Bitterfeld

  1. Toller Bericht und meine Lust auf LPs steigt.

  2. Julia

    Ich würde liebend gerne wissen wie der Code von dem Cache lautet. Es klingt sehr spannend. Lg Julia

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