Lost Place Tour 2014 in Halle – Teil 1

Auch dieses Jahr starteten wir wieder zu unserer fast schon traditionellen Lost Place Tour in den schönen Osten Deutschlands.

Nach langer Planung standen ein altes Reichsbahn Betriebswerk, ein NVA Bunker in der Nähe in Bitterfeld und ein verlassener unterirdischer russischer Bunker im Mittelpunkt unserer Exkursion.

Als wir nach getaner Arbeit am Mittwoch, den 28. Mai 2014 (ja ist schon ne Weile her 😉 ) unsere Reise antraten, trat weit im hohen Norden ein weiterer Cacher und alter Freund (CUC) seine Reise (von ihm aus gesehen) in den Süden an.
Treffpunkt war die Stadt Halle an der Saale, die wir als Homebase unserer Cachertouren auserkoren hatten.
So hatten wir (BA und Ich)  ca. 540 KM und ca. 4,5 Stunden Fahrzeit vor uns. Natürlich nicht ohne unterwegs zu cachen, was wir verständlicherweise auch getan haben…
CUC hatte es nicht ganz so weit, nämlich „nur“ 421 KM. Doch dies brachte ihm keinen Vorteil, da sein Cacher Taxi auf halber Strecke streikte und er so dank Mobilitätsgarantie einen fetten geländegänigen Mercedes GL bekam, was ja zum Cachen nicht zum Nachteil sein sollte.

Also wir dann schließlich alle im wirklich tollen und zentral in der Altstadt gelegenen Hotel Ankerhof eintrafen, war die Freude natürlich umso größer, nachdem wir CUC´s Odysee dank WhatsApp live verfolgen durften.

Hotel Ankerhof

Nach dem Einchecken und Ablegen der reichhaltigen Ausrüstung gings natürlich gleich auf Nahrungssuche in der nahegelegenen Altstadt und wir wurden im nahen gelegenen Mönchshof fündig. Hier fühlte sich BA natürlich gleich wohl ;). Nach einem reichhaltigen Mahl mit genügend „Mönchssaft“ gings gespannt der Dinge, die da kommen würden, erschöpft ins Bett.

Am nächsten Morgen stand ein „Ersatz Lost Place“ in Halberstadt auf dem Plan, da uns die Planung beim Kronkorken Cache einen Strich durch die Rechnng machte. Im Nachhinein waren wir froh darüber, da der nun anzugehende Lost Place kurz nach unserem Urlaub leider für immer deaktiviert wurde. R.I.P.

Da an diesem Vatertagsdonnerstag (wie schon letztes Jahr) das Wetter morgens besch… war, machten wir unterwegs im „Gasthof zum goldenen M“ Rast und nahmen unser fälliges Frühstück ein bis wir den Lost Place Cache angingen.

Frühstück beim Schachtelhuber

Nach dem Frühstück und der Anfahrt nach Halberstadt klarte das Wetter dann auch pünktlich auf und wir konnten loslegen. Schon bei der Anfahrt verschlug es uns fast den Atem, lag doch ein riesiges Gelände der ehemaligen Reichsbahn vor uns.

Hier angekommen bekamen wir als angehender Lehrling names Brettermeier reichlich Aufgaben auf diesem weitläufigen Gelände. So machten wir uns auf den Weg, um unseren Lehrlingsmeister nicht zu enttäuschen, hatte er uns doch eine ungefähre Zeitdauer von 4-6 Stunden vorgegeben, die wir natürlich voll ausnutzten.

Nach den ersten beiden Stationen als Lehrling im Betriebswerk, kamen wir zur Drehplatte für die Einfahrt der Loks in den Ringlokschuppen mit über 17 Abstellgleisen. Diese Station kostete uns bestimmt mehr als 1.5 Stunden. Immer wieder untersuchten wir alle Schrauben, Nieschen und die übliche Lost Place typischen Verstecke, fanden aber nichts. Nach dem Ausweiten und wieder Verkleinern des Suchkreises, kam ich auf die Idee, dass man vielleicht die Drehplatte in Funktion setzen könnte… und siehe da eine raffinierte Konstruktion offenbarte uns den nächsten Stage.

Auch die folgenden Stationen waren, sagen wir mal, mental und körperlich fordernd, was uns aber mit steigender Stationsnummer immer mehr Spaß machte und zugegebenermaßen die Risiko Hemmschwelle herabsetzte. Was die folgenden Bilder eventuell rüberbringen. Doch genau diesen Nervenkitzel macht das Lost Place cachen für UNS aus.
Wer dies nicht verstehen kann, hat noch keinen Lost Place dieser Art gemacht oder will halt einfach kein Risiko eingehen. Wobei ich sagen muss, dass wir auch nicht alles machen (können/konnten) – siehe letzte Station vor dem Final.

Natürlich wechselten sich suchintensive und technische Stationen im Laufe des Caches ab, wobei man aber in jeder Station einen gewissen körperlichen Einsatz zeigen musste… sei es in Öfen klettern oder auf Podeste hochsteigen.

Doch die nächste Station war selbst uns zuviel. Doch der Reihe nach. Als die Koordinaten der nächsten Station gefunden wurden, gings frohen Mutes zur vorletzten Station des LPC Multis. Schon von weitem sahen wir diesen riesigen Backsteinturm auf dem Gelände der früher als Wasserspeicher für Dampfloks gedient hat.

Turm des SchreckensHint: „Fast ganz oben“. Na klasse – Treppen laufen. Geht doch. Ging auch, aber in der vorletzten Etage angekommen, ging keine Betontreppe weiter, sondern nur eine kleine steilauf führende verrostete Stahlleiter.

Nachdem wir unseren ganzen Mut zusammen genommen hatten, haben wir es auch die Leiter hoch auf die letzte Ebene vor dem Dach geschafft. Dort erwartete uns ein löchriger Boden, der nur aus altem Stahllochblech bestand und den dort reichlich vorhandenen Taubendreck schön ins untere Stockwerk beförderte. Kein schönes Gefühl auf ein wenig Blech zu laufen und den Blick auf das 10m darunterliegende Stockwerk zu haben. Aber… wir mussten den Hint suchen… Zumindest ein paar Minuten und nicht weit weg von der rettenden Leiter ins sichere Stockwerk.

Doch Hilfe war nicht weit. Ein anderes Cacherteam holte auf und fand den entscheidenden Hinweis zur letzten Station vor dem Final. Natürlich an einer Stelle, an der ich auch schon (unter Höhenangst) kurz gesucht hatte. So konnten wir in der Gruppe zusammen den Weg zur letzten Station vor dem Final angehen. Die Koordinaten und Hinweise ließen auf eine gemäßigtere Station hoffen.
Was sich auch bestätigte, da sie sicher in der Kantine des Betriebswerkes schnell auffindbar war. So konnten wir uns zu 7. auf die Suche nach dem Final machen. Dieser machte es sich an einer nicht weiter erklärbaren Stelle gemütlich. Doch mit insgesamt 7 Lehrlingen, konnte sich dieser nicht lange versteckt halten und wir hatten die Prüfung glücklich und zufrieden nach 7 Stunden geschafft.

Leider wurde dieser Lostplace von einem ….. Cacher bei Groundspeak angeschwärzt, nachdem er den Cache selbst gemacht hatte. Den Kommentar und die evtl. folgenden Kommentare erspar ich mir.

Schade um diesen spektakulären Cache auf diesem herrlichen Gelände der ehemaligen Reichsbahn.

Stay tuned für den 2. Teil – hier gehts in den Untergrund Bitterfelds

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Kategorien: Cacher, Caches, Fun, Lost Places, Reisen | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

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