Lost Place Tour 2015 Teil 3 – Wachturm auf der Heimfahrt

Am 4. und letzten Tag unserer jährlichen Vatertags Lost Place Geocaching Tour hatten wir noch Lust auf den Wachturm. Aber keine Sorge ich meine nicht den Wachturm der netten Leute, die einen an der Wohnungstür aufsuchen und nach dem Sinn des Lebens fragen…

Gemeint ist ein ehemaliger DDR B-Grenzwachturm in der Nähe vom bayrischen Hof.

Doch mal der Reihe nach: Nachdem wir uns am Vorabend vom „Step Aerobic“ (über 12 Km in einem 6 geschössigen Kombinat) erholt hatten, gings am Sonntag morgen nach dem Packen und Frühstücken im Biendo Hotel Chemnitz an die Verabschiedung. Cache-U-Can wollte noch den WhereIgo in der Chemnitzer Innenstadt absolvieren und wir mussten uns an die ca. 4 stündige Heimfahrt machen.

Doch der Abschiedsschmerz wurde durch ein gegenseitig gemachtes Versprechen zur nächstjährigen Wiederholung einer Vatertags Lost Place Geocaching Tour gelindert.

So verblieb Cache-U-Can noch ein wenig in Chemnitz und Black Abbot und ich machten uns auf die Heimfahrt Richtung Süden.

Natürlich nicht ohne die obligatorischen Dosen mit vielen Favoritenpunkten einzusammeln. Doch wie jeder weiß sind das nicht immer die Besten Caches nur weil einige davon mit blauen Schleifen überhäuft werden. Oft sind es die Caches, die ein wenig abseits der Autobahn liegen und nicht immer bei allen Cachern Aufmerksamkeit genießen.

So wie auch dieser Mini Multi Lost Place.

Jedes Jahr wenn wir uns zum gemeinsamen Cachen im Osten treffen, fahren wir an diesem historischen Gebäude vorbei, das uns jedesmals zum Nachdenken an die Deutsch-Deutsche Vergangenheit erinnert. Und noch nie hielten wir an, um diesen ehemaligen Grenzturm bei Heinersgrün, der als Führungsstelle diente, anzuschauen.

Doch dieses Jahr passte es. Schon in der Vorplanung hatte ich diesen kleinen, aber feinen Lost Place Multi in die ToDo Liste für die Heimfahrt als Highlight eingeplant. Bei schönstem Wetter kamen wir zur Mittagszeit an der Autobahn am quadratischen Typ B Wachturm vorbei. „Vorbei“ im wahrsten Sinne des Wortes, denn die schöne Location hat keine Ausfahrt. So mussten wir einen ca. 5km langen Umweg durchs ländliche Hinterland auf uns nehmen, was ja für Geocacher nichts Ungewöhnliches ist…

Am Parkplatz angekommen thronte der Turm der ehemaligen Führungsstelle (BT 6) der 8. Grenzkompanie Wiedersberg auf einer kleinen Anhöhe, bei der sich  die Vegetation den Betontum langsam zurück erobert.

Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir den Wachturm und machten uns an die Suche der Hinweise an den einzelnen Stationen, die uns an alle Etagen und Orte des zerfallenden Gebäudes brachten. Achtung es ist ein D3/T4 Cache, dem die Wertigkeit auch gerecht wird. Der Cache ist also nichts für „schnell mal zwischendurch“.

Interessant waren die einzelnen Stockwerke samt Keller, bei denen man noch gut die einzelnen Funktionen und Aufgaben des Turms erkennen kann. Insgesamt waren wir sehr begeistert über diesen 16 Quadratmeter Mini Lost Place Cache, der jeden einzelnen Favoritenpunkt verdient hat.

Ich kann euch hier folgende Links für weiterführende Informationen geben, auf die ich bei meiner Recherche gestoßen bin:

Leider verfällt der Turm immer mehr und die Natur erobert sich immer mehr zurück. Ich denke solch ein Turm der Tyranei sollte als Mahnmal erhalten werden. Pläne dazu gab es auch schon 2014. Dabei sollte der alte Wachturm an der einstigen innerdeutschen Grenze bei Heinersgrün vom Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth übernommen werden. Diesen Vorschlag will der Vogtlandkreis dem Museumszweckverband unterbreiten.

Nach Aussagen des Verbandes wurde das Grundstück, auf dem der Turm steht, vor 22 Jahren von einem Privatmann aus Oberfranken gekauft. 400 Quadratmeter für umgerechnet 200 Euro. Allerdings sei der Käufer nie ins Grundbuch eingetragen worden. Auch habe er die im Vertrag von 1992 zur Bedingung gemachte Vermessung nicht auf den Weg gebracht. Und das ist noch nicht alles: „Der Turm selbst war fremdes Eigentum, gehörte der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und ist aus dem Kaufvertrag ausgeklammert“, erklärt Klug. Allerdings gebe es seitens der Bundesanstalt einen Schenkungsvertrag. Doch auch hier habe der Oberfranke Auflagen nicht erfüllt: „Deshalb gehen wir davon aus, dass ihm der Turm gar nicht gehört. Nur muss das eben jemand klären. Und das kann nur juristisch erfolgen“, sagt Klug. Der Zweckverband wäre dafür ein guter Partner.

Dies ist nunmehr auch schon einige Zeit her. Ich hoffe, dass sich etwas getan hat, wenn wir nächstes Jahr zum Lost Place cachen hier wieder vorbei fahren.

In diesem Sinne

Design by myself

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Kategorien: Cacher, Caches, Fun, Lost Places, Reisen | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Lost Place Tour 2015 Teil 3 – Wachturm auf der Heimfahrt

  1. Anonymous

    Hat mittlerweile eine Tür.

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